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Tourismus/Freizeitangebot - Wandern/Radfahren |
Auf dem Wachholderwanderweg von Schmidmühlen bis nach Kastl.
Wandern in der Natur zählt zu den beliebtesten Freizeitgestaltungen unserer Zeit. Fernwanderwege, Burgenwanderwege und örtliche Wandermöglichkeiten findet der Naturfreund zwischen Vils und Lauterach reichlich.
Einer der schönsten und reizvollsten Wanderwege, die in den vergangenen Jahren erst angelegt und ausgebaut wurden, ist der Wachholderwanderweg zwischen Schmidmühlen und Kastl. Er führt mal auf engen Steigen den Höhenrücken entlang der Lauterach, zum anderen im Talgrund auf wenig befahrenen Wirtschaftswegen, teilweise aber auch entlang des Fahrradweges an der Lauterach.
Macht man den Einstieg in Schmidmühlen, so findet man erste Wegemarkierungen am Rande des Truppenübungsplatzes auf der Höhe des Marientales. In Schwarzmühle verlässt man den Lauterachtalgrund und auf halber Höhe zum Einödhof Aicha führt jetzt der Weg in Richtung Hohenburg. Man durchquert das auslaufende Pfeifertal und von Adertshausen bis nach Stettkirchen geben einige Aussichtspunkte einen wunderschönen Talblick in die „Toscana Bayerns“ frei, wie diese Wachholderheidelandschaft in Prospekten beschrieben steht. Der Burggarten in Stettkirchen kann für eine Einkehr genutzt werden.
Der Markt Hohenburg bietet sich von seiner malerischen Seite mit dem dahinter liegenden Schlossberg und der beherrschenden Burgruine der Hohenburger Markgrafen. Nach einer guten Viertelstunde Marschzeit über Trockenrasenstandorte grüßt schon die Pfarrkirche St. Michael von Allersburg auf dem steilen Höhenrückenausläufer des Hausnertales herüber. Ein Besuch im Areal der im neunten Jahrhundert gebauten Wehrkirche St. Michael lohnt sind allemal.
Man erreicht über den Weinberg den 525 hohen Malsbacher Berg und beim Abstieg ins Kirchdorf Ransbach mit der hoch über dem Dorf liegenden Kirche St. Peter kann man im Taleinschnitt des Weihermühlbaches einen kurzen Blick zur Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ vom Habsberg genießen.
In Ransbach überquert man die Lauterachtalbrücke. Der Weg führt jetzt entlang der Truppenübungsplatzgrenze mit den Verbotsschildern als markante Wegweiser bis zum Sternfall. Man überquert auf einer kleinen Brücke den aus Utzenhofen kommenden Lauteracharm. Auf dem bereits seit Jahren ausgebauten Radwanderweg in Richtung Kastl hat man immer wieder herrliche Aussichten auf das Flussbett der Lauterach und die geschwungenen, dicht bewaldeten Jurahöhen im Hintergrund. Eine knappe Stunde dauert der Fußmarsch vom Sternfall, bis man schließlich den Markt Kastl mit seiner mächtigen Burganlage sehen kann.
Geplant ist jetzt, dass dieser Wachholderwanderweg über Kastl hinaus bis nach Lauterhofen weitergeführt werden soll.
Eine kleine Wanderkarte, in der man neben dem Wachholderwanderweg auch noch viele andere Wandermöglichkeiten bis weit hinein in den Hirschwald verzeichnet findet, liegen bei den Marktgemeindeverwaltungen in Schmidmühlen, Hohenburg und Kastl, aber auch in heimischen Gasthäusern entlang der Wanderroute auf.
(Text u. Bild: Paul Böhm) |
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